Die Kunsthalle Freiburg und das Musée du Point de Vue von Jean- Daniel Berclaz laden Sie danach zur Vernissage eines Aussichtspunkts ein, dessen genauer Standort im Fri Art bekannt gegeben wird. Abfahrt um 12.30 Uhr von der Kunsthalle. 

Vor etwas mehr als 20 Jahren liess sich der Verein Fri Art nach über zehnjähriger Tätigkeit ohne fixen Standort im ehemaligen Industriegebäude an den Petites-Rames nieder.   Jubiläen sind eine gute Gelegenheit, sich zu erinnern und Archive zusammenzutragen – für ein Kunstzentrum eine schier paradoxe Mission, da es doch stark auf die Gegenwart bzw. durch seine zukunftsorientierte Vision notwendigerweise auf die Zukunft ausgerichtet ist. Im Gegensatz zu einem Museum sammelt ein Kunstzentrum nicht, sondern trägt ausschliesslich dokumentarisches Archivmaterial zusammen, um dem unvermeidlichen Vergessen, Auslöschen und Weglassen entgegenzuwirken - ebenfalls Teil seiner Geschichte. Die Ausstellungen können die verbleibenden Texte und Bilder nur auf unvollkommene Weise interpretieren. Genauso unvollkommen und doch so treffend sind die Geschichten, die sich die Besuchenden zu den Ausstellungen im Kopf zurechtlegen: Sie sind subjektiv, Bruchstücke von Erinnerungen und Eindrücken, Geschichten und nur ein unzulänglicher Ersatz für die direkte Beziehung zu den Werken und Ausstellungen, dennoch stellen sie die Quintessenz dieser Beziehung zum Werk dar.   Während ihres zwanzigjährigen Bestehens – und hoffentlich auch noch in der Zukunft – beschäftigte sich die Kunsthalle immer wieder mit sich leerenden Räumen, die sich aufs Neue füllen. Auch diese Ausstellung betrachtet die Räume als Orte des Möglichen – wie Landschaften, die nicht nur den Blick auf sich lenken, sondern sich auch der Erinnerung oder einem gesteigerten Bewusstsein der Gegenwart öffnen. Der Titel der Ausstellung ist eine Anlehnung an Philippe Jaccottets Werk. Sie zeigt Werke von elf internationalen Künstlerinnen und Künstlern und stellt eine gewisse Immaterialität in den Vordergrund. Es geht darum, den ebenso vielfältigen wie einzigartigen subjektiven geistigen Vorgang zu betonen und diesen mit dem Zeitlauf der Geschichte – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – zu konfrontieren.   Unser Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern und Leihgebern, Galerie Jan Mot, Brüssel, GB Agency, Paris, Frac Lorraine.

MIT DER UNTERSTUETZUNG VON Loterie Romande, Agglomeration Freiburg, Kanton Freiburg, Migros Kulturprozent.

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